Herkunft und Wesen
Herkunft
Der Border Terrier ist eine der ältesten Terrier-Rassen. In der "Encyclopaedia of Sports von 1897" heisst es: (Zitat)
"Vielleicht die interessantesten sind die Border Terrier, die man in Northumberland und den nördlichen Landstrichen sieht. Sie waren noch vor den Dandie Dinmont- und den Bedlington Terriern, die es ebenfalls in dieser Gegend gibt."
Der Border Terrier stammt aus dem hügeligen Grenzgebiet Border) England/Schottland und wurde nach der Border Hunt einer Parforcemeute *, benannt. Dort wurden die Border Terrier vor mehr als zweihundert Jahren für die Jagd auf Füchse und Mardern gezüchtet. Jede Meutejagd wird von Terriern begleitet, die den unter die Erde gehenden Fuchs wieder ans Tageslicht treiben. Ein solcher Jagdhund ist sogar in der Lage, seine Beute unterirdisch und im Wasser zu verfolgen. Schönheit war bei dieser Hunden unwichtig. Körperbau und Fell mussten lediglich den Anforderungen gerecht werden.
Nach wie vor wird der Border Terrier in England jagdlich geführt.
Schon im ausgehenden 18. Jahrhundert haben verschiedene Maler Terrier dargestellt, die dem heutigen Border Terrier ähneln; die Rasse, wie man sie heute kennt, hat sich aber erst später herausgebildet. Und während beispielsweise Dandie Dinmont und Bedlington Terrier schon im vergangenen Jahrhundert anerkannt waren, wurde der Border Terrier erst 1920 offiziell vom Kennel Club anerkannt; doch auf Hundeausstellungen war er schon lange vorher vertreten.
Der Border Terrier ist außerhalb Großbritanniens noch wenig bekannt. Doch erfreut er sich steigender Beliebtheit.
Der zähe, mutige und freundliche Border Terrier zeichnet sich durch ungewöhnliche Vitalität aus und besitzt nach wie vor sehr gute Jagdleidenschaften. Andererseits ist er ein sehr liebenswerter Haus- und Familienhund, sehr kinderfreundlich und leicht erziehbar.
Der Border Terrier ist ein äußerst wendiger Hund, von dem gesagt wird, er ginge “über, unter oder durch jeden Zaun oder jede Hecke”, wenn er meint, draußen sei das Leben interessanter als im Haus oder Garten.
Wesen
Er ist freundliche, gesellig, intelligent, genügsam und pflegeleicht. Der robuste Hund mit dem ausgeglichenen Temperament lässt sich gut erziehen. Er hat sich jedoch seine Eigenständigkeit als Jäger bewahrt und geht schon mal gerne seiner Wege, wenn man nicht aufpasst. Er liebt Abwechslung und Bewegung
Border Terrier sind sehr liebenswert, menschenfreundlich, leicht erziehbar, sehr verspielt, kinderfreundlich, zum Joggen, Reiten und Fahrradfahren geeignet. Ein kleiner (großer) Arbeiter, der auch heute noch für jagdliche Zwecke sehr gut einzusetzen ist.
Der Border Terrier ist ein ca. 32 - 37 cm groß, er ist 5,5 - 8 kg schwerer Hund, mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 12 - 18 Jahren und rotem, graumeliertem, blauem oder weizenfarbigem Fell.
Sein Kopf ist dem eines Otters ähnlich und er hat dunkle Augen, sowie kleine nach vorn fallende Ohren und ein Scherengebiss. Das aus hartem Deckhaar und dichter Unterwolle bestehende Fell sollte regelmäßig gekämmt werden, um es widerstandsfähig und dicht zu erhalten. Zusätzlich sollte ein Trimmen des Border Terriers ein- bis zweimal im Jahr erfolgen.
Ein Border Terrier ist jedoch nicht nur als Jagdhund, sondern auch als Begleithund geeignet. Er hat zwar Jagdtemperament, gleichzeitig ist er aber anhänglich und ausgesprochen liebenswert. Er lernt relativ schnell, weshalb die Erziehung dieses Hundes keine allzu schwierige Aufgabe ist.
Temperament und Bewegungsdrang dieses kleinen Hundes darf man nicht unterschätzen.
Der Border Terrier ist heute ein beliebter Begleithund. Die Popularität dieser Rasse ist aber erst in den letzten Jahren angestiegen. In seiner englischen Heimat war er während seiner ganzen Geschichte ausschließlich Gebrauchshund. Heute noch gibt es Border Terrier, die gemeinsam mit den Meutehunden zur Jagd nach Fuchs und Otter verwendet werden. Sie sind auch heute noch in der Lage, einer Jagdgesellschaft zu Pferde über weite Strecken ohne Ermüdung zu folgen und dann noch im Bau zu arbeiten. Voraussetzung hiefür sind Ausdauer und Verträglichkeit mit anderen Hunden, Eigenschaften, die für diese Rasse typisch sind.
* Parforcejagd
Parforcejagd, [ französisch], Hetzjagd, bei der die Jagdgesellschaft zu Pferd einer auf das Wild angesetzten Hundemeute folgt, die vom »Piqueur« geführt wird; in Deutschland seit 1936 verboten. Eine P. rein sportlicher Art ist


